Marktbericht vom 09.10.2019

von | 9. Oktober 2019

Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. berichtet:

Aktuell sind die Milchanlieferungen an die Molkereien saisonal noch immer rückläufig. Laut der Schnellberichterstattung der ZMB waren dies 0,3 % weniger als in der Vorwoche. Im Verhältnis zum Vorjahr waren das aber 0,9 % mehr. Die Rohstoffverfügbarkeit bleibt in weiten Bereichen Deutschlands dennoch überschaubar, was den Spotmarkt für Flüssigrohstoffe, bis auf einige Ausnahmen, weiter steigen lässt. Sahne wurde wieder zu stabileren Preisen gehandelt. Die Preise für das Magermilchkonzentrat ziehen im Verhältnis etwa mit denen für Magermilchpulver gleich. Nach wie vor lenken die Produzenten die Milchströme in die besten Verwertungen.

Milchpulver und Süßmolkenpulver

Magermilchpulver erfreut sich weiterhin einer regen Nachfrage. Es häufen sich für das letzte Quartal 2019 die Anfragen. Mit dieser Situation haben die Hersteller nicht mehr gerechnet. Da die meisten Mengen unter Kontrakt stehen, diese auch gut abgerufen werden, ist ein geringeres Angebot an freien Mengen vorhanden. Ein Preisanstieg bei Magermilchpulver in Lebensmittelqualität ist die Folge. Daher kommt es bei Anfragen für das erste und zweite Quartal 2020 wegen der Unsicherheit in der Preislandschaft noch zu wenigen Abschlüssen. Dies wirkt sich auch auf Magermilchpulver in Futtermittelqualität aus. Trotz der noch vorhandenen Mengen an Interventionsware kommt es auch hier zu Erhöhungen. Bei Vollmilchpulver werden gleichbleibende Mengen verkauft. Dies gilt sowohl für den Binnenmarkt als auch für den Export. Die Preise werden momentan als stabil angesehen. Bei Molkenpulver in Lebensmittelqualität hält das gute Kaufinteresse an. Eine verbesserte Nachfrage ist bei Futtermittelqualität festzustellen.

Butter

Trotz des Feiertages in der vergangenen Woche ist die Meldemenge nicht stark angestiegen. Dies kann mit den Vorzieheffekten des Lebensmitteleinzelhandels wegen den neuen, höheren Einstandspreisen ab Oktober 2019 zu tun haben. Die Ladenverkaufspreise wurden bisher noch nicht an den Regalen entsprechend angepasst. Die weitere Entwicklung bei den Abverkäufen bleibt abzuwarten. Bei Blockbutter ist weiterhin eine abwartende Haltung festzustellen. Für frische Ware werden von den Produzenten höhere Preise aufgerufen. Daher versucht man sich mit Bestandsware aus den Kühlhäusern zu behelfen. Hier gibt es keine genaue Übersicht über die Mengen an eingelagerter Butter. Es ist aber davon auszugehen, dass dadurch diese schneller abgebaut werden. Anfragen für das erste und zweite Quartal 2020 sind da, bei den Preisen laufen die Vorstellungen auseinander. Im Export ist man mit Blockware zurzeit nicht konkurrenzfähig.

Emmentaler

Die Geschäfte mit Allgäuer Emmentaler und Emmentaler Viereckhartkäse laufen aktuell sehr gut. Die Nachfrage bei den Weiterverarbeitern steigt wieder an. Die Bestände in den Lägern sind als eher gering anzusehen. Wie die Lieferfähigkeit bei dem anziehenden Herbstgeschäft ist, bleibt abzuwarten.

Schnittkäse

Auf der Anuga in Köln wurden viele Gespräche geführt. Die Stimmung scheint insgesamt gut gewesen zu sein. Es gibt weiterhin eine gute Nachfrage nach Schnittkäse. Diese kommt sowohl aus dem Lebensmitteleinzelhandel als auch aus dem Großhandelsbereich. Die Industriekunden ziehen die Ware ebenfalls gut ab. Dadurch, dass die Hersteller die Milch in bessere Verwertungsschienen leiten und geleitet haben, wurde in den vergangenen Wochen die Produktion etwas eingeschränkt. Deshalb konnten sich bei den guten Ausgängen die Bestände nicht erholen und sind weiterhin als sehr jung zu bezeichnen. Die Preisdiskussionen sind weiter am Laufen, es konnten teilweise schon Erhöhungen umgesetzt werden.

Weichkäse

Die Notierung für Weichkäse wurde zum 1. Mai 2019 eingestellt.

Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V.

Weitere Notierungen finden Sie unter: https://www.butterkaeseboerse.de/aktuelles.html

 

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