Marktbericht vom 31.07.2019

von | 31. Juli 2019

Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. berichtet:

Das trockene Wetter und die hohen Temperaturen bestimmten in den vergangenen Wochen das Marktgeschehen im Hinblick auf die Milchanlieferungsmengen. Eine jüngst leichte Abkühlung und der Regen in vielen Teilen von Deutschland dürfte für die Landwirtschaft von Vorteil sein. Als interessant stellt sich die Frage heraus, wie sich die Milchanlieferungsmengen weiter entwickeln werden und ob diese mit dem Bedarf aus den Auftragsbüchern übereinstimmen werden. Die Milchprodukte laufen allgemein der Saison entsprechend normal bis ruhig aus den Lägern ab. Für Entlastung sorgt der Bereich Frische.

Milchpulver und Süßmolkenpulver

Vollmilchpulver tendiert in der Berichtswoche uneinheitlich. Trotz der jüngsten Entwicklungen beim Fett konnte die Preisermittlung in der oberen und unteren Spanne jeweils um 20 €/t auf 2820 €/t bis 2920 €/t angehoben werden. Magermilchpulver in Lebensmittelqualität wird für die Jahreszeit üblich ruhig gehandelt. Die Tendenzen zeigen jedoch festere Preise an. Besonders auf längere Sicht wird mit steigenden Erlösen gerechnet. Die Anfragen bei den Betrieben haben sich wohl trotz Sommerpause etwas belebt. Futtermittelqualität konnte auf unverändertem Niveau der Vorwoche festgeschrieben werden. Auch hier setzt sich eine ruhige Marktlage mit leichtem Hang auf festere Preise für spätere Termine fort. Das Marktgeschehen sorgt aktuell für erheblichen Diskussionsbedarf unter den Beteiligten. Die Meinungen gehen aber häufig in unterschiedliche Richtungen. Molkenpulver in Lebensmittelqualität reagiert ähnlich wie Milchpulver. Die aktuellen Marktverhältnisse sind ruhig, auf längere Termine wird mit festeren Tendenzen gerechnet. Bei Futtermittelqualität zeichnet sich dies bereits etwas ab. Die Preisermittlung wurde unten um +30 €/t und oben um +10 €/t auf 580 €/t – 610 €/t festgeschrieben.

Butter

Vom Überflieger der vergangenen zwei Jahre zum Sorgenkind, so könnte man die aktuelle Situation beim Fett eventuell beschreiben. Wurde für Butter im vergleichbaren Zeitraum 2017 noch 6,20 €/kg und mehr bezahlt, so sieht man aktuell Preise von zum Teil 3,50 €/kg. Zuletzt wurde davon ausgegangen, dass keine weiteren Absenkungen kommen werden. Die ferienbedingt ruhige Phase sowie die aktuelle Bestandssituation tragen jedoch nicht zu einer erheblichen Stabilisierung bei. Mit den jüngsten Abschlüssen beim Lebensmitteleinzelhandel für das 250 g-Päckchen verspricht man sich zusätzliche Impulse, die das Fett entlasten könnten. Blockbutter im 25 kg-Karton wurde in der aktuellen Notierung auf 3,50 €/kg – 3,70 €/kg zurückgenommen.

Emmentaler

Die Notierungen bei Allgäuer Emmentaler sowie bei Emmentaler und Viereckhartkäse unterliegen den üblichen Schwankungen. Dennoch zeigen sie ähnlich, wie der Bereich Schnittkäse, stabile seitwärtsbewegende Tendenzen auf. Die Nachfrage wird als sehr gut beschrieben. Allgäuer Emmentaler wurde auf dem Niveau der Vorwoche belassen, Emmentaler und Viereckhartkäse hingegen wurde von der Notierungskommission auf 4,00 €/kg bis 4,60 €/kg zurückgenommen.

Schnittkäse

Nach wie vor als ausgeglichen wird der Markt bei Schnittkäse beurteilt. Die Absätze befinden sich auf einem normalen bis stabilen Niveau. Als sehr gut wurden die Lieferungen ins benachbarte Ausland beschrieben. Die billigen Angebote aus den vergangenen Wochen sind verschwunden. Aktuell bewegen sich die Preise seitwärts, steigende Tendenzen sind momentan nicht erkennbar.

Weichkäse

Die Notierung für Weichkäse wurde zum 1. Mai 2019 eingestellt.

Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V.

Weitere Notierungen finden Sie unter: https://www.butterkaeseboerse.de/aktuelles.html

 

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