Kälberdurchfall: Der Name klingt harmlos, die Krankheit ist es nicht!

1. Dezember 2021

Advertorial / Kälberdurchfall ist eine der häufigsten und verlustreichsten Erkrankungen der jungen Kälber. Schnelles Reagieren ist entscheidend!

Junge Kälber haben keinerlei Reserven und brauchen besondere Aufmerksamkeit. Foto: Boehringer Ingelheim

Schon in den ersten zwei Lebenswochen erkranken viele Kälber an Durchfall. Dabei kann ein Kalb bis zu 10 l Flüssigkeit am Tag verlieren und damit ebenso Elektrolyte, Puffersubstanzen und Nährstoffe. Außerdem sinkt die Verdaulichkeit der aufgenommenen Nährstoffe. Das bringt den jungen Organismus, der über keinerlei Reserven verfügt, schnell in eine lebensbedrohliche Situation. Durch den Verlust der Puffersubstanzen und die vermehrte Bildung von Laktat sinkt der pH-Wert des Blutes, es entwickelt sich eine metabolische Azidose. Anzeichen dafür sind eine gesteigerte Atemfrequenz und Saugschwäche.

Rasch erkennen und behandeln

Vor allem muss der Flüssigkeitsverlust schnell ersetzt und die Ansäuerung des Stoffwechsels ausgeglichen werden. Deswegen bekommt das Kalb als erste Maßnahme eine orale Rehydratationslösung (ORL) angeboten, die Elektrolyte und Puffersubstanzen enthält, zusätzlich zur normalen Milchtränke.  Lange wurde empfohlen, bei durchfallkranken Kälbern die Milch abzusetzen. Doch gerade in dieser kritischen Phase sind die Energie und Nährstoffe aus der Milch wichtig: Zum einen für das Immunsystem, damit es die Krankheitserreger bekämpfen kann, zum anderen für den Verdauungstrakt selbst. Bei Nährstoffmangel bilden sich die Darmzotten zurück, die Fähigkeit, Nährstoffe aufzunehmen, wird weiter eingeschränkt und die Schutzbarriere des Darmes wird gestört. Kälber mit mildem bis moderatem Durchfall profitieren von einer durchgängigen Milchfütterung, die das Durchfallgeschehen nicht verlängert. Oft werden die Diättränken zwischen den Milchmahlzeiten verabreicht. Ist die Tränke so formuliert, dass sie direkt in die Milch eingerührt werden kann, ist damit ein sehr wirkungsvoller Ausgleich der Elektrolytverluste möglich. Dabei ist es unbedingt notwendig, dass die Tiere jederzeit sauberes Wasser zur freien Verfügung haben.

Komplexe Diättränken

Komplexe Rehydratationstränken sollen nicht nur Verluste ausgleichen, sondern auch die Darmbakterien positiv beeinflussen, Belastung durch Giftstoffe vermindern, sowie die Darmschleimhaut schützen und ihre Regeneration fördern. Die komplexe Diättränke Diakur® Plus bietet mit ihrem 3-Phasen-Puffer aus Natrium-Bicarbonat, Na-Acetat und Na-Citrat hohe Flexibilität in der Anwendung. Während das Bicarbonat sofort für eine schnelle Pufferung zur Verfügung steht, werden Acetat und Citrat erst verstoffwechselt und damit eine länger anhaltende Pufferwirkung erreicht. So kann Diakur® Plus entweder zusätzlich zu den Milchmahlzeiten verabreicht oder direkt in Milch bzw. Milchaustauscher gemischt werden.  Die Aminosäure Glycin fördert in Verbindung mit Glukose die Aufnahme von Natrium und damit die Wasserresorption ins Blut, also die erfolgreiche Rehydrierung des Kalbes.
Zusätzlich enthält Diakur® Plus patentierte, mit Lecithin beschichtete Faserpartikel und Mannanoligosaccharide (MOS), die Durchfallerreger im Darm binden und ihre Entsorgung über den Kot ermöglichen. So wird auf natürliche Weise, ohne Antibiotikum, eine stabile Darmflora gefördert und die Darmschleimhaut geschützt. Da diese Partikel nicht quellen, kommt es nicht zu einer Maskierung des Durchfalls oder einer unerwünschten Verstopfung.

Stress und Schmerzen minimieren

Durchfall verursacht Bauchschmerzen, und wem der Bauch weh tut, der trinkt nicht gern. Der nicht-steroidale Entzündungshemmer Meloxicam ist zur Anwendung beim durchfallkranken Kalb zugelassen und kann begleitend zur oralen Flüssigkeitstherapie eingesetzt werden. Er wirkt schmerzlindernd, hemmt die Entzündungsvorgänge im Darm und neutralisiert die schädlichen Effekte der von den Bakterien freigesetzten Giftstoffe. So hilft er, die Trinklust der Kälber zu erhalten, und sie können sich schneller wieder erholen.

Keine Antibiotika

Antibiotika gehören nicht zur Routinebehandlung unkomplizierter Durchfälle. Sie sind nur nötig, wenn das Kalb Fieber hat oder Bakterien in die Blutbahn eingedrungen sind. In diesen Fällen oder wenn das Kalb nicht mehr selbstständig trinken will, muss der Tierarzt über die weitere Behandlung entscheiden.

Vorbeugen

Einmal an Durchfall erkrankte Kälber haben ein erhöhtes Risiko, auch an Atemwegsinfektionen zu erkranken und später ihre eigentliche Leistungsfähigkeit nicht voll ausspielen zu können. Es lohnt sich also vorzubeugen: bestmögliche Hygiene schon in der Abkalbebox und eine exzellente Kolostrumversorgung schaffen die optimalen Voraussetzungen für die Kälber, nicht an Neugeborenendurchfall zu erkranken. Gegen infektiöse Durchfallerreger kann eine Mutterschutzimpfung eingesetzt werden und mit einem sorgfältigen Tränkemanagement begegnet man den nicht infektiösen Faktoren.

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