Q-Fieber in Deutschland: Jeder zweite Betrieb betroffen

18. August 2023

Weitverbreitete Zoonose gefährdet Mensch und Tier / Impfung von Ceva senkt Infektionsdruck und reduziert Symptome / Reduktion von Antibiotikaverbrauch und Therapiehäufigkeit möglich

Werkfoto

Eine deutsche Studie aus dem Jahr 2022 zeigt, dass die Impfung gegen Q-Fieber den Verbrauch von Antibiotika und die Therapiehäufigkeit in Milchkuhbetrieben signifikant senken kann. Dieser Effekt resultiert daraus, dass durch die Impfung diverse Erkrankungen der Kühe reduziert werden. Zudem senkt die Impfung die Gefahr, dass Tiere zum Dauerausscheider des Bakteriums werden. Damit verbessert sich die Fruchtbarkeit der Tiere und die Rentabilität des Betriebs. Bei einer Befragung durch die niedersächsische Tierseuchenkasse gab es bei 85 % der Befragten eine deutliche Verbesserung der Symptome aufgrund dieser Impfung.

Kostenlose Diagnostik

Laut einer 2015 veröffentlichten Studie ist jeder zweite in Deutschland getestete Betrieb mit Schaf- und Rinderbeständen vom Q-Fieber betroffen. Allerdings wird die Diagnose Q-Fieber trotzdem zu selten gestellt. Um hier Abhilfe zu schaffen und die Diagnostik zu vereinfachen, bietet Ceva einen einfachen und zuverlässigen Nachweis der Erkrankung über die Untersuchung der Tankmilch an. Dies ist für die Landwirte in Zusammenarbeit mit ihrem Tierarzt kostenlos. Nach der Registrierung auf dem Ceva Blog erhalten Landwirte ein kostenloses Diagnostik-Set. Ceva unterstützt die Tierhalter bei der Auswertung der Ergebnisse.

Fast weltweit verbreitet

Die mit Ausnahme von Neuseeland und der Antarktis weltweit verbreitete Zoonose Q-Fieber wird durch das Bakterium Coxiella burnetii ausgelöst. Infizierte Tiere wie u. a. Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch Wildwiederkäuer oder Nager etc. zeigen oft keine Symptome, scheiden den Erreger aber über Kot, Urin oder Milch sowie Körpergewebe wie etwa die Placenta aus. Davon geht für Tierhalter und Berufsgruppen wie Veterinärmediziner, Schäfer etc. eine erhebliche Gefährdung aus. Die Infektion mit den in der Umwelt sehr widerstandsfähigen Bakterien erfolgt meist über Einatmung. Infektiöser Staub kann aber durch den Wind bis zu 2 km weit verbreitet werden und damit auch Menschen infizieren, die keinen direkten Kontakt zu den Tieren haben. Anzeichen einer Erkrankung beim Menschen sind u. a. grippeähnliche Symptome und bei einem chronischen Verlauf Herzinnenhautentzündungen oder auch ein chronisches Erschöpfungssyndrom. Bei Schwangeren sind auch Aborte und Frühgeburten möglich.

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