Sehr guter Jahresauftakt mit starkem Umsatz- und Ergebnisplus

11. Mai 2022

Konzernumsatz wpb. um 14,3 Prozent auf 14,639 Milliarden Euro ausgeweitet / EBITDA vor Sondereinflüssen um 27,5 Prozent auf 5,251 Milliarden Euro gesteigert / Crop Science und Consumer Health mit erheblicher Umsatz- und Ergebnissteigerung / Pharmaceuticals mit leichtem Umsatzwachstum – Ergebnis aufgrund von Zukunftsinvestitionen unter Vorjahr / Bereinigtes Ergebnis je Aktie um 36,3 Prozent auf 3,53 Euro erhöht / Konzernergebnis bei 3,291 Milliarden Euro (plus 57,5 Prozent) / Free Cash Flow um 63,2 Prozent auf minus 1,187 Milliarden Euro verbessert / Ausblick 2022 bestätigt – Zuversicht für das Gesamtjahr trotz Unsicherheit durch globale Krisen

Der Bayer-Konzern ist sehr erfolgreich ins Jahr 2022 gestartet. „Wir haben ein sehr gutes Umsatz- und Ergebniswachstum erzielt. Vor allem unser Agrargeschäft hat erheblich zugelegt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Dienstag bei der Vorlage der Mitteilung zum 1. Quartal. „Für den weiteren Jahresverlauf sind wir trotz der hohen Unsicherheit, unter anderem in Bezug auf die Stabilität der Lieferketten und der Energieversorgung, zuversichtlich und bestätigen die im März veröffentlichte währungsbereinigte Prognose für das Gesamtjahr.“

Der Konzernumsatz stieg im 1. Quartal währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 14,3 Prozent auf 14,639 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 27,5 Prozent auf 5,251 Milliarden Euro. Positive Währungseffekte wirkten sich mit 529 (Vorjahr: minus 938) Millionen Euro auf den Umsatz aus und mit 67 (Vorjahr: minus 337) Millionen Euro auf das EBITDA vor Sondereinflüssen. Das EBIT legte um 36,6 Prozent auf 4,212 Milliarden Euro zu. Darin enthalten waren per saldo Sondererträge in Höhe von 40 (Vorjahr: 15) Millionen Euro. Diese stehen im Wesentlichen in Verbindung mit der Rückstellung in Bezug auf den Rechtskomplex Glyphosat. Das Konzernergebnis stieg um 57,5 Prozent auf 3,291 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft erhöhte sich um 36,3 Prozent auf 3,53 Euro.

Konzernumsatz und -ergebnis waren im 1. Quartal von den Folgen der russischen Invasion in die Ukraine nicht negativ betroffen. Geschäftlich gesehen gehören Russland und die Ukraine nicht zu den zehn wichtigsten Ländern. Insgesamt machen beide Länder rund 3 Prozent der Umsatzerlöse aus.

Der Free Cash Flow verbesserte sich um 63,2 Prozent auf minus 1,187 Milliarden Euro. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum 31. März 2022 gegenüber dem Jahresende 2021 um 4,2 Prozent auf 34,527 Milliarden Euro, im Wesentlichen durch Mittelabflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie negative Währungseffekte.

Crop Science steigert Ergebnis um rund 50 Prozent

Im Agrargeschäft (Crop Science) erhöhte sich der Umsatz aufgrund erheblicher Preis- und Absatzsteigerungen wpb. um 21,6 Prozent auf 8,447 Milliarden Euro. Bayer legte dabei in allen Regionen prozentual zweistellig zu. Ein besonders deutliches Plus gelang bei den Herbiziden (wpb. 59,8 Prozent) und den Fungiziden (wpb. 18,6 Prozent). Erhebliche Zuwächse mit Herbiziden gab es vor allem in Nordamerika. Bei den Fungiziden fiel das Wachstum in allen Regionen prozentual zweistellig aus. Im Bereich Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften stieg der Umsatz vor allem durch Preiserhöhungen in allen Regionen. Zusätzlich profitierte Bayer hier von Mengenausweitungen in den Regionen Europa/Nahost/Afrika, Lateinamerika und Asien/Pazifik. Bei Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften bewegte sich der Umsatz auf Vorjahresniveau (wpb. plus 0,8 Prozent), wobei das Geschäft in Nordamerika Preissteigerungen erzielte, in Lateinamerika hingegen aufgrund von geringeren Absatzmengen rückläufig war.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science erhöhte sich um 49,9 Prozent auf 3,669 Milliarden Euro. Dies ist im Wesentlichen auf Preissteigerungen zurückzuführen. Zusätzlich positiv wirkten Mengenausweitungen sowie laufende Effizienzprogramme. Kostenanstiege belasteten das Ergebnis, insbesondere bei den Herstellungskosten, die im Wesentlichen auf die hohe Inflation zurückzuführen sind. Es war ein positiver Währungseffekt von 98 (Vorjahr: minus 252) Millionen Euro zu verzeichnen. Die um Sondereinflüsse bereinigte Marge stieg um 6,6 Prozentpunkte auf den Rekordwert von 43,4 Prozent; Währungseffekte wirkten mit 0,8 Prozentpunkten verwässernd.

Anerkennung für Fortschritte von Bayer im Bereich der Nachhaltigkeit

Bei den Nachhaltigkeitszielen konnte Bayer gute Fortschritte erzielen. Dies belegt das Corporate Benchmark der Investoreninitiative CA100+, in dem sich Bayer zu den Unternehmen mit den besten Ergebnissen zählen kann. Gegenüber lediglich zwei grünen Indikatoren (von insgesamt zehn) im Jahr 2020, erhielt Bayer im Ende März veröffentlichten „Benchmark 2021“ sieben und damit mehr als jedes andere der 166 evaluierten Unternehmen. Auch ISS ESG, eine der weltweit führenden ESG-Ratingagenturen (Environment, Social and Governance), hat Bayer in seiner Climate Awareness Scorecard als „Climate Outperformer“ gewürdigt. ESG-Ratings werden besonders von Investoren genutzt, um die Nachhaltigkeitsleistung bewerten zu können.

Zudem hat der Vorstand beschlossen, die Fahrzeugflotte des Unternehmens weltweit auf E-Mobilität umzustellen. Dies soll so schnell wie möglich geschehen. Der konkrete Zeitplan wird dabei insbesondere durch Marktgegebenheiten und die Geschwindigkeit des Ausbaus von Ladeinfrastruktur mitbestimmt.

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