Im Stich gelassen

von | 16. Januar 2024

Immer mehr Auflagen, immer mehr Bürokratie und immer mehr Arbeit – und jetzt auch noch: höhere Steuern und weniger Entlastung! Welche Perspektiven sollen das sein? Und welche Perspektiven kann man als Landwirt unter diesen Umständen seinen Kindern bieten?

Die Regierung bleibt – auch wenn zurückgerudert wurde – bei den Entschlüssen. Der Bundeskanzler sagt lapidar, man solle sich damit abfinden. Soziologen warnen: Die Proteste gefährden die Demokratie. Was soll das? Wie weit muss es kommen, wenn der Protest von konservativen Mitbürgern derart verunglimpft wird? Wohl gemerkt: Es handelt sich nicht um irgendwelche ideologiegetriebenen Öko-Fantasten, sondern um Menschen, die unsere Bevölkerung ernähren!

Doch es ist mehr als nur die Wut auf eine Fehlentscheidung. Die Proteste bringen es auf den Punkt, was die Mehrheit der Bevölkerung inzwischen fühlt: Die Politik kümmert sich zu wenig um die Probleme der normalen Menschen. Alles wird teurer und komplizierter, die wirtschaftliche Lage ist düster, keine Entwarnung bei Strom und Gas. Zu wenig oder gar keine Betreuungsplätze für Kinder, zu wenig Fachärzte und Pflegepersonal, Arbeit bis ins hohe Alter – dafür: immer mehr Bürokratie und Verwaltung. Um die Finanzen steht es schlecht und keine Besserung ist in Sicht. Ist das nicht genug, will die Regierung noch anhand Verboten das Klima retten.

All das steckt in den Protesten. Dies sollte die Politiker zum Nachdenken bringen!

Die Menschen wollen eine Regierung, die sich um deren Sorgen und Nöte kümmert.

»Dem deutschen Volke« – steht auf einer Länge von 16 m in 60 cm großen Bronzelettern unter dem Giebelfries des Reichstagsgebäudes, während der Amtseid verspricht, die Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen, seinen Nutzen zu mehren, und Schaden von ihm zu wenden.

Nun, die Bronze bröckelt und es scheint, als könne sich Olaf Scholz neben dem Cum-Ex-Skandal auch an seinen Eid nicht mehr erinnern…

Alexander Ströhlein,
AVA-Agrar Verlag

 

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