Nestlé Deutschland informiert auf der IGW 2023 über Fortschritte auf der Klima-Milchfarm – Mission Klimamilch

25. Januar 2023

Auf der Internationalen Grünen Woche dreht sich alles rund um Themen wie Ernährung, Klimaschutz, Ressourcenschonung oder Landwirtschaft. Unter den Ausstellern ist auch Nestlé Deutschland vertreten. Der Stand des Unternehmens präsentiert die erste Klima-Milchfarm in Nordhessen, welche sie gemeinsam mit der Molkerei Hochwald und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) Ende 2021 startete. Das Pilot-Projekt zeigt, wie beispielsweise Super-Food für Kühe und ein nachhaltiger Futteranbau dazu beitragen können, die Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch zu senken. Mit neuen Projekt-Farmen möchte Nestlé Deutschland in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Milchindustrie (BMI) weitere Lerneffekte im Bereich Emissionsreduktion in Milchviehbetrieben erzielen.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Stephan Schneider, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Winfried Meier, Geschäftsführender Vorstand Bayerische Milchindustrie, Anke Stübing, Head of Corporate Social Responsibility Nestlé Deutschland, Detlef Latka, Geschäftsführer Hochwald Foods. Nestlé Deutschland

2021 startete Nestlé Deutschland gemeinsam mit der Molkerei Hochwald und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) ihre erste Klima-Milchfarm in Nordhessen. Innerhalb der dreijährigen Projektphase soll der Hof von Familie Frese rechnerisch auf möglichst Netto-Null-Emissionen gebracht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen nachhaltige Maßnahmen in den sechs Bereichen Ackerbau, Herdenmanagement, Güllemanagement, Energie, Futteranbau und Ernährung umgesetzt werden. Eine gute Ernährung von Kühen kann also auch zum Klimaschutz beitragen? Ohja! Durch eine optimierte Futter-Zusammensetzung wird das Futter effizienter verwertet. Das kann die Milchleistung steigern, wodurch die Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch sinken.

Nachhaltige Kreisläufe schaffen – aber wie?

Gute Futterqualitäten, die richtige Zusammensetzung und Feuchtigkeit der Futtermischung und die optimale Menge, bei der Fütterung von seinen rund 130 Kühen muss Mario Frese so einiges beachten. Um die Treibhausgasemissionen im Bereich Futteranbau und Ernährung zu senken, setzt der Landwirt beispielsweise folgende Maßnahmen um:

  • Futteranalyseplan für Kühe: Durch unterschiedliche Grobfutterqualitäten (vor allem Grassilagen) müssen die Futterrationen kontinuierlich an den Bedarf der Kühe angepasst werden. Durch regelmäßige Laboranalysen des Grobfutters und der Rationen konnte ein Futteranalyseplan für Mario Freses Kühe erstellt werden. Die Futtermengen werden täglich und die Trockenmassegehalte wöchentlich erfasst. Durch das professionelle Futtercontrolling wird die Milchleistung aus dem Grobfutter optimiert und dadurch der Kraftfuttereinsatz und zugleich die CO2eq-Emissionen reduziert.
  • Super-Food für Vierbeiner: Je besser die Qualität des Futters ist, desto besser können Kühe dieses auch verwerten. Auf dem Hof von Mario Frese soll ein Spezial-Futter getestet werden, das den Methanausstoß der Kühe verringert. So können die Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch deutlich gesenkt werden. Darüber hinaus wird die Grobfutterqualität erhöht, indem Silagen spezielle Silierhilfsmittel hinzugefügt werden. Eine Silage ist ein pflanzliches Futtermittel, das durch natürliche Milchsäuregärung haltbar gemacht und auch als Gärfutter bezeichnet wird. Durch den Zusatz von Silierhilfsmitteln werden Futterverluste verringert und die Verdaulichkeit des gegärten Futters erhöht. Mario Frese hat seine Grassilage und Maissilage mit Silierhilfsmitteln behandelt und kann so die Effizienz seiner Milchproduktion steigern und gleichzeitig die CO2-Emissionen reduzieren.
  • Futteranschieberoboter sorgt für genügend Nachschub: Eine hohe Futteraufnahme ist Grundvoraussetzung für eine hohe Milchleistung. Damit die Kühe von Mario Frese stets mit hochwertigem Futter versorgt sind, fährt ein Futteranschieberoboter über seinen Futtertisch. Auf der Suche nach den leckersten Futterbestandteilen passiert es schnell, dass die Tiere einen Großteil des Futters vom Futtertisch wegschieben. Mehrmals am Tag kommt jetzt der Futteranschieberoboter zum Einsatz und schiebt das Futter zurück.
  • Nachhaltiger Futteranbau: Das meiste Futter für Mario Freses Kühe stammt aus dem Eigenanbau. Zum Düngen seiner Felder nutzt der Landwirt überwiegend Gülle als organischen Dünger, was zu einem nachhaltigen Kreislauf auf seinem Hof beiträgt. Auch die Herkunft des Kraftfutters wirkt sich stark auf den CO2eq-Fußabdruck der Milchproduktion aus. Hier achtet Mario Frese beim Futterzukauf auf Futtermittel mit einem kleinen CO2-Fußabdruck (ökologischen Rucksack).

Mit neuen Partner:innen zur globalen Landwirtschafts-Gemeinschaft

Um den Wandel zu einem regenerativen Nahrungsmittelsystem und die Entwicklung der landwirtschaftlichen Modelle voranzubringen, startet und unterstützt Nestlé weltweit zahlreiche Pilotstudien in landwirtschaftlichen Betrieben. Im vorletzten Jahr ging die Klima-Milchfarm in Nordhessen als erste Pilot-Farm von Nestlé Deutschland in Zusammenarbeit mit der Molkerei Hochwald und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU)an den Start. Um weitere Lerneffekte zu erzielen, startet das Unternehmen in Kooperation mit der Bayerischen Milchindustrie (BMI) jetzt weitere Pilot-Farmen in Deutschland. BMI ist ein wichtiger lokaler Partner für Nestlé Nutrition, dort ist Milch ein unverzichtbarer Rohstoff. Bei einer der beiden Milchbetriebe handelt es sich um den Bauernhof der Familie Moser. Der Familienbetrieb ist vergleichbar mit der Klima-Milchfarm von Familie Frese in Nordhessen. Rund 70 Milchkühe nennen den Hof im Baden-Württembergischen Raum ihr Zuhause. Ziel ist es, auch hier, rechnerisch möglichst Netto-Null Emissionen zu erreichen. Der zweite neue Pilot findet auf einem großen Bio-Milchbetrieb mit über 1.400 Milchkühen statt. Das Ziel des im Erzgebirgskreis liegenden Hofs: So viele Emissionen einsparen, wie nur möglich.

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