Engagiert über Milch und Milchprodukte informieren

20. November 2020

Noch nie war das Interesse an Ernährungsthemen und die Kaufkraft der Konsumenten so groß wie heute. Gleichzeitig sind viele Kunden stark verunsichert, wenig informiert, wollen alles exakt deklariert und beschrieben haben, lesen es aber oft gar nicht.

Das Vertrauen der Kunden ist unbestritten der wichtigste Wert. Nachdem vieles komplexer und undurchschaubarer wird, besteht eine Sehnsucht nach dem Echten. Der Markt ist also voller Chancen. Die Milch ist unser „weißes Gold“. Das Image von Milch und Milchprodukten wie Topfen, Joghurt, Butter und Käse ist so hervorragend, dass viele Mitbewerber diesen großartigen Wert auch für ihre Produkte nutzen wollen. Jedoch regelt der Bezeichnungsschutz, welcher seit über 33 Jahren besteht und vom Europäischen Parlament im Oktober 2020 sogar weiter gestärkt wurde, klar, dass die Begriffe Milch, Butter, Topfen, Joghurt und Käse geschützt sind und von Imitat-Produkten nicht verwendet werden dürfen. Milch ist also aus einer Milchdrüse ermolken und somit ein reines Naturprodukt.

Thomas A. Edison stellte fest: „Milch ist die einzig ausgewogene Nahrung – vom großen Chemiker zugewogen, der über uns ist.“

Und das soll auch so bleiben und geschätzt werden.

Milch ist also: einzigartig, facettenreich, alternativlos, ausgezeichnet, wertvoll, ausgewogen, hochwertig, natürlich und inhaltsreich.

Informieren mit Kompetenz

Ja, es stimmt. Wer über ein Produkt nicht viel weiß, kann auch nicht viel und schon gar nicht überzeugt informieren. Da wird beklagt, dass Kinder in der Schule ganz wenig über Milch und Milchkühe lernen. Ja die Lehrkräfte sind sich unsicher, stammen meist nicht mehr von einem Bauernhof ab. Da wird in so manchem Kindergarten und in Volksschulen die Schulmilchaktion abgeschafft und gleichzeitig kritisiert, warum die Kinder keine wertvolle Pausenverpflegung erhalten. Da wird vorgeschlagen, Wiesen und Weiden sollen doch zu Ackerland umgebrochen werden, damit man Gemüse anbauen kann und bedenkt nicht den Wert des Grünlandes. Ja selbst wenn es zahlreiche Milchsorten im Regal gibt, kommt kein Dank für die Vielfalt an Sorten, die auch Aufwand bedeuten, sondern Kritik: „Wer braucht denn so viele Milchsorten, da kenn ich mich ja vor dem Regal nicht aus.“ Die große Wahl wird zur Qual. Ja, weil uninformiert. 

 „Nur wer brennt, kann das Feuer weitergeben“

Über 25.000 Milchbauern erzeugen in Österreich täglich Milch, melken Kühe, Schafe und Ziegen. Über 5.000 Personen in Molkereien und Käsereien veredeln Milch auch weiter zu einer Vielzahl an Milchprodukten mit den unterschiedlichsten Inhaltsstoffen in verschiedenen Verpackungen aus vielfältigen Wirtschaftsweisen und vermarkten Milchprodukte im In- und Ausland. Die AMA Marketing GesmbH, alle Molkereien und Käsereien, die Fachschulen, die Käsesommeliere, die Schulmilchbauern Österreichs, die Seminarbäuerinnen, die Milchwirtschaftsberater, Zuchtberater, Kontrollassistenten, Wissenschaftler und Experten in Laboratorien sind bemüht das Wissen um Milch und Milchprodukte an Multiplikatoren bei Tagungen, Seminaren, Schulungen und Marketingprojekte weiterzugeben. So können im AMA-Shop und bei der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Beratungsunterlagen, Hilfsmittel, Melkstationen, Milchlehrpfad, Weg der Milch, Infobroschüren, Buttergläser und vieles mehr angefordert werden.

Wer über ausreichend Wissen verfügt und entsprechend engagiert ist – also seine Talente entsprechend einsetzt – der kann ganz schön was bewirken. „Es ist nicht genug viel zu wissen, man muss es auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen (fordern), man muss es auch tun“, brachte es Johann Wolfgang von Goethe auf den Punkt. Auch wenn durch den Einfluss der sozialen Medien die Rationalität und Emotionalität der Kunden vermischt wird, sind klare Botschaften, verständliche, glaubwürdige Informationen und unvergessliche Erlebnisse vertrauensbildend und kaufentscheidend.

An alle in der Milchbranche: Verlassen wir uns nicht auf die anderen. Wir sind nicht nur verantwortlich für das was wir tun, sondern auch für das was wir nicht tun.

 

Dipl. Päd. Ing. Josef Weber, T +43 5 0259 23301, josef.weber@lk-noe.at

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