Marktbericht vom 13.01.2021

von | 13. Januar 2021

Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. informiert:Das abgelaufene Jahr 2020 und der Beginn des Jahres 2021 ist mit den vergangenen Jahren nicht zu vergleichen. Üblicherweise gingen über die Feiertage und zu Beginn des Jahres die Preise für Flüssigrohstoff immer zurück. Dem war diesmal nicht so. Der Markt war von Stabilität und teilweise knapper Verfügbarkeit geprägt. Magermilchkonzentrat und Industriesahne werden zu anhaltend festen Preisen gehandelt. Die Verfügbarkeit von Molkenkonzentrat ist erstaunlicherweise auch nicht üppig. Hier ist der Bedarf höher als erwartet. Die Corona-Pandemie hat in einigen Bereichen der Wirtschaft negative Auswirkungen. Dies trifft aber nicht auf die Milchbranche zu. Im Lebensmitteleinzelhandel werden gute Mengen verkauft, das Ausland frägt über alle Produktbereiche gut nach. Der Anstieg der Milchanlieferung ist noch etwas verhalten, so dass der Rohstoff für die Produktion ausreicht.

Milchpulver und Süßmolkenpulver

Der Milchpulvermarkt ist mit festen Tendenzen in das neue Jahr 2021 gestartet. Die Kontrakte bei Magermilchpulver in Lebensmittelqualität werden gut abgerufen. Kaufbereitschaft bei den Abnehmern ist da. Bestände in den Lägern der Produzenten scheinen niedrig zu sein. Die Verfügbarkeit von Magermilchkonzentrat über die Feiertage war recht gering, somit konnten keine zusätzlichen Bestände aufgebaut werden. Etwas verzögern könnte sich die Auslieferung der Ware. Die Rückkehr der Einkäufer aus dem Urlaub dürfte die Nachfrage mit gesteigert haben. Das zeigt sich an den kurzfristigen Anfragen für zusätzliche Mengen, die teilweise auch vom Weltmarkt kommen. Das gilt ebenso für Magermilchpulver in Futtermittelqualität. Belebung gibt es nach wie vor bei Molkenpulver in beiden Qualitätsstufen. Nachdem die Verfügbarkeit von Molkenkonzentrat nicht mit den Abverkäufen mithalten kann, kommt es zu Preissteigerungen in beiden Bereichen.

Butter

Die neuen Abschlüsse mit dem Lebensmitteleinzelhandel gaben in der vergangenen Woche Anlass, die Spanne bei den 250 g-Päckchen zum Jahreswechsel auf 3,24 €/kg bis 3,34 €/kg abzusenken. Die Abverkaufspreise in den Kühlregalen des LEH geben diese neue Preislandschaft aktuell noch nicht gänzlich wieder. Zusätzliche Impulse beim Konsumenten waren wenig zu spüren. Der restliche Milchmarkt zeigt sich trotzdem sehr stabil und das Fett bleibt auf einem erhöhten Niveau. Hierdurch wurde zum Teil für Butter, neben dem Preiseinstiegssegment, auch mehr bezahlt. Dies führte aktuell zu einer Öffnung der Spanne bei den 250 g-Päckchen auf 3,24 €/kg bis 4,00 €/kg. Für Industrierahm besteht aktuell weniger Verfügbarkeit als sonst zu dieser Jahreszeit üblich. Dies bedeutet, dass die momentanen Preise pro Fetteinheit nicht wirklich zu den derzeitigen Preisen für Butter passen. Auch wenn sich der Markt für Blockbutter etwas beruhigt hat, besteht dennoch Nachfrage. Die Käufer sind sich noch unsicher, den richtigen Zeitpunkt für neue Kontrakte zu finden. Die niedrigen Preise im unteren Bereich der Notierungsspanne können nicht mehr realisiert werden. Eine Anhebung von 3,25 €/kg auf 3,30 €/kg im unteren Bereich ist die Folge.

Emmentaler

Die Notierungen für Allgäuer Emmentaler sowie Emmentaler und Viereckhartkäse bleiben in der Berichtswoche unverändert. In der ersten Woche des Jahres 2021 hielten sich die Abrufe für diese Produkte auf einem, für die Jahreszeit üblich, normalen Niveau.

Schnittkäse

Die über die Feiertage aufgebauten Bestände scheinen sich nicht lange zu halten. Es wird bereits berichtet, dass sich die Ware in den Reifelägern wieder verjüngt. Die Lage am Käsemarkt bleibt hingegen weiter stabil. Als gut werden auch die Möglichkeiten im Bereich Export beschrieben. Besonders in Drittländer finden immer wieder Verkäufe statt. Einige Hersteller rechnen mittelfristig mit höheren Preisen. Sowohl der Lebensmitteleinzelhandel als auch die weiterverarbeitende Industrie rufen stetig ihre Mengen ab. Entsprechend ausgelastet sind die Käsereien. Der den Betrieben zur Verfügung stehende Rohstoff Milch wird nach Prioritäten und Verwertungsmöglichkeiten in der Produktion verteilt.

Weichkäse

Die Notierung für Limburger wurde zum 1. Mai 2019 eingestellt.

Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V.

Weitere Notierungen finden Sie unter: https://www.butterkaeseboerse.de/aktuelles.html

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