Marktbericht vom 09.09.2020

von | 9. September 2020

Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V. informiert:

Die Temperaturen in Deutschland haben sich nun den spätsommerlichen Bedingungen angepasst. Die Milchanlieferung von den Landwirten hat sich auf ein saisonales Niveau stabilisiert. Es war etwas mehr als in der Vorwoche. Gegenüber dem Vorjahr liegt man nach Berechnungen der ZMB aber noch leicht darunter. So ist der Wettbewerb zwischen den einzelnen Verwertungsschienen innerhalb der Produktion etwas zurückgegangen. Sahne bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Bei Magermilchkonzentrat ist die Verfügbarkeit wieder besser. Ebenso ist der weitere Marktverlauf unter den Umständen der regionalen und weltweiten Covid-19 Infektionszahlen zu beobachten und immer wieder neu einzuschätzen.

Milchpulver und Süßmolkenpulver

Der stärker gewordene Euro macht den Pulverherstellern immer noch Probleme. Es wird aber anscheinend doch europäische Ware auf dem Weltmarkt gesucht und kann verkauft werden, auch wenn sich die Situation auf den Märkten etwas beruhigt hat. Bei den Werken besteht zurzeit kaum Mengendruck, da umfangreiche Aufträge vorhanden sind. Die saisonal zurückgehenden Anlieferungsmengen machen den Spielraum für zusätzliche Anfragen und Aufträge zunehmend schwieriger. Für das letzte Quartal 2020 scheint noch Bedarf vorhanden zu sein. Die Preise bei Magermilchpulver in Lebensmittelqualität sind uneinheitlich. Futtermittelware zieht etwas an. Keine Veränderung ist bei Vollmilchpulver festzustellen. Die ruhigen Tendenzen setzen sich fort. Ware wird nur auftragsbezogen produziert. Die stabilen Preise bei Molkenpulver in Lebensmittelqualität aus der vergangenen Woche halten an. Dies zeigte sich auch bei Molkenpulver in Futtermittelqualität.

Butter

Zum Ende der Ferienzeit haben sich in den letzten Jahren die Absätze bei Butter immer wieder etwas belebt. Dies ist auch in diesem Jahr der Fall, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt, wie es sonst erlebt wurde. Durch die veränderten Urlaubsaktivitäten der Bevölkerung, mit dem Fokus diesen vermehrt im eigenen Land zu verbringen, waren die Absätze durchgehend etwas lebhafter. Zudem hat der Lebensmitteleinzelhandel die Preise für ihre Handelsware jüngst etwas abgesenkt. In den letzten Wochen wurde Markenware unter dem Preisniveau der Handelsware angeboten. Blockbutter hingegen zeigt sich sehr beruhigt. Aktuell ist es lukrativer Sahne zu verkaufen, als daraus Butter zu formen. Frische Butter in Blöcken lässt sich zu den aktuellen Preisen kaum herstellen. Auf Notierungsniveau erhältlich ist überwiegend Bestandsware aus den Tiefkühlhäusern.

Emmentaler

Allgäuer Emmentaler konnte in der Berichtswoche gut abgesetzt werden. Die Preisspanne wurde im oberen Bereich von 7,25 €/kg auf 6,20 €/kg abgesenkt. Emmentaler und Viereckhartkäse verzeichnete eine deutliche Belebung. Sowohl die Menge als auch der Durchschnittspreis sind nach oben gegangen. Die Notierung blieb unverändert, da sich die generierten Mehrerlöse noch innerhalb der Spanne befinden.

Schnittkäse

Auf Grund der sinkenden Anlieferungsmengen sind mancherorts die Produktionskapazitäten für Schnittkäse etwas eingeschränkt. Hinzukommen wohl noch geringe Bestände. Die Marktlage zeigt sich im In- und Ausland stabil. Auch hier ist die Absatzsituation urlaubsbedingt ähnlich wie bei Butter. Eine leichte Verbesserung der Preise konnte durchgesetzt werden und wird auch für die kommenden Verhandlungen weiter gefordert. Die Ungewissheit der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie kann jedoch sehr schnell jegliche Markeinschätzung in den nächsten Monaten pulverisieren.

Weichkäse

Die Notierung für Limburger wurde zum 1. Mai 2019 eingestellt.

Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V.

Weitere Notierungen finden Sie unter: https://www.butterkaeseboerse.de/aktuelles.html

Beitag teilen: |

Partner

Newsletter

Abonnieren Sie unsere Newsletter und bleiben Sie immer auf dem Laufenden, bei den Themen, die Sie interessieren!

Zur Anmeldung:

Stellenmarkt

Zurzeit gibt es hier keine Einträge.

mehr …