Marktbericht vom 29.07.2026
Die Milchanlieferung der Landwirte an die deutschen Molkereien haben sich seitwärts bewegt. Es wird von anhaltend niedrigen Inhaltsstoffen berichtet. Durch die angekündigte Hitzewelle dürfte sich die Milchanlieferung vermutlich wieder nach unten bewegen. In welchem Umfang wird sich zeigen. Es dürfte sich auch die Verfügbarkeit der flüssigen Rohstoffe wieder etwas reduzieren. Magermilchkonzentrat hat leicht angezogen. Industriesahne und Rohmilch waren bisher stabil in den Preisen.
Milchpulver und Süßmolkenpulver
Der Markt für Vollmilchpulver verläuft weiter in ruhigen Bahnen. Die Produktion erfolgt überwiegend auftragsbezogen, sodass nur begrenzte Mengen für den freien Markt zur Verfügung stehen. Bei Magermilchpulver in Lebensmittelqualität macht sich die Urlaubszeit bemerkbar. Die Türme sind nicht voll ausgelastet. Die ein oder andere kleine Menge kann noch kurzfristig zu bekommen sein. Mit zukünftigen Angeboten über einen längeren Zeitraum sind die Hersteller vorsichtig. Es ist die Mengenentwicklung hier von entscheidender Bedeutung. Der Markt für Magermilchpulver in Futtermittelqualität zieht momentan preislich etwas an. Wer Ware haben will, muss dafür mehr bezahlen. Bei Süßmolkenpulver in Lebensmittelqualität macht sich auch die Ferienzeit bemerkbar. Es werden vorwiegend längerfristige Kontrakte abgeschlossen. Im Segment der Futtermittelqualität verläuft das Geschäft dagegen weiterhin ruhig. Die Nachfrage bleibt überschaubar, weshalb sich die Preise gegenüber den Vorwochen weitgehend unverändert zeigen.
Butter
Die abgepackte Butter geht ferienbedingt weiter normal in den Markt. Die Markenartikelaktionen laufen so langsam aus. Das führt wieder zu einer steigenden Nachfrage bei den Handelsmarken. Bei Blockbutter zeigt sich eine abwartende Haltung. Preislich zieht die Ware in kleinen Schritten weiter an.
Emmentaler
Allgäuer Emmentaler konnte diese Woche wieder notiert werden. Bei Emmentaler und Viereckhartkäse wurde die Notierung fortgeschrieben, insgesamt bleibt das Marktgeschehen bei einer sehr guten Nachfrage.
Schnittkäse
Trotz der Ferienzeit geht Schnittkäse weiterhin gut in den Markt. Der Lebensmitteleinzelhandel ordert weiterhin gute Mengen. Beim Food-Service sind die Absätze urlaubsbedingt etwas zurück gegangen. Die südlichen Urlaubsdestinationen in Europa ordern weiter verstärkt Mengen, wobei hier ein verstärkter Wettbewerb stattfindet. Im Exportbereich laufen die Verhandlungen. Durch die geringeren Inhaltsstoffe wird mehr Rohstoff zur Käseproduktion benötigt. Die Lagerbestände sind auf einem niedrigen Niveau und sinken weiter. Gesucht ist momentan vor allem Mozzarella, hier kommt es bei der Belieferung zu Engpässen.
Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V.
Weitere Notierungen finden Sie unter: https://www.butterkaeseboerse.de/aktuelles.html
