Marktbericht vom 07.10.2026

von | 7. Oktober 2026

Die Milchanlieferung in Deutschland ist wieder saisonal rückläufig. Wobei diese regional unterschiedlich sein kann. Die weitere Entwicklung der Anlieferung in den kommenden Wochen und Monaten bleibt daher abzuwarten. Am Spotmarkt für flüssige Milchrohstoffe zeigen sich die Preise unterschiedlich. Bei Protein, Magermilchkonzentrat, ist die Nachfrage wieder angestiegen, dies zeigt sich auch mit anziehenden Preisen. Bei Sahne zeichnet sich eine leichte Abschwächung ab.

Milchpulver und Süßmolkenpulver

Der Vollmilchpulvermarkt zeigt sich weitgehend stabil, der untere Bereich wurde um 20 €/t angehoben. Bei Magermilchpulver in Lebensmittelqualität ist eine gute Nachfrage zu verzeichnen. Es kommen immer wieder neue Anfragen bei den Herstellern, auch für das laufende Quartal. Diese kommen meist aus dem Exportbereich, da die Währungsparität den europäischen Herstellern zugutekommt. Bei Magermilchpulver in Futtermittelqualität zeichnet sich eine festere Entwicklung ab. Die Futtermittelhersteller kommen in die Saison und haben mehr Bedarf. Dies zeichnet sich auch preislich ab, die Preise sind deutlich fester. Süßmolkenpulver in Lebensmittelqualität wird stetig abgerufen. Etwas ruhiger scheint es bei Molkenpulver in Futtermittelqualität zu sein.

Butter

Abgepackte Butter wird in guten Mengen abgerufen. Wie sich die Abrufe im Vorweihnachtsgeschäft entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Dies hängt auch mit Aktionen der Markenartikelhersteller zusammen. Bei Blockbutter zeichnet sich eine abwartende Haltung ab. Die Einkäufer halten sich bei frischer Ware etwas zurück. Gefrostete Ware wird auf einem etwas geringeren Preisniveau gehandelt. Die Mengen im Parallelmarkt mit 10 kg Ware laufen dafür besser.

Emmentaler

Die Notierung für Allgäuer Emmentaler wurde in der Berichtswoche wieder leicht angehoben. Emmentaler und Viereckhartkäse werden saisonüblich rege zu stabilen Preisen nachgefragt.

Schnittkäse

Der Schnittkäsemarkt ist nach wie vor von einer sehr guten Nachfrage geprägt. Umfangreiche Bestellungen gehen in den Lebensmitteleinzelhandel. Wobei der Mozzarellaabsatz saisonüblich zurückgeht. Planmäßig gehen die Mengen in die Lebensmittelindustrie. Gute Nachfrage gibt es vom Food-Service. Im Export können auch Mengen zu den momentanen Preisen abgesetzt werden. Aufgrund der geringen, jungen Lagerbestände in den Werken, bei guter Absatzsituation, können keine zusätzliche Anfragen mehr bedient werden. Preislich werden Erhöhungen zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt wirksam. In Anbetracht der steigenden Kosten, vor allem in Energiebereich, stehen für den November weitere Erhöhungen an, die noch auf Widerstand treffen. Hersteller, die auch andere Produktschienen und eine bessere Verwertung des Rohstoffs haben, weichen auf diese aus und fahren die Käseproduktion auf das Notwendigste zurück.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Butter- und Käse-Börse e.V.

Weitere Notierungen finden Sie unter: https://www.butterkaeseboerse.de/aktuelles.html

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